30.04.2013 –
Das Thema Energie bewegt die Menschen.
Das wurde bei unseren Tourstopps im Allgäu überdeutlich. Ob energieeffiziente Gebäudenutzung, Carsharing oder neue Wege in der Landwirtschaft – die Energiewende findet vor Ort statt. “Think global, act local” ist mehr als nur ein schönes Motto, sondern längst Realität.
Drei Schulen, drei Wege zur energieeffizienten Gebäudenutzung. Steffen Riedel, Vorsitzender des Energiebeirats und Klimaschutzbeauftragter des Landkreises, stellte den Vertretern der Grünen Landtagsfraktion zunächst das Konzept “Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen für den Landkreis Lindau” vor. Anschließend demonstrierte er vor Ort die Umsetzung im Valentin-Heider-Gymnasium, in der Berufsschule und der staatlichen Realschule. Überall kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, sei es eine moderne Pelletheizung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, ein Blockheizkraftwerk, Neubauten im Passivhausstandard oder Photovoltaik-Dachanlagen, betrieben durch die Bürgergenossenschaft Stadt-Land-See eG.
Während des Rundgang, an dem auch die beteiligten Architekten und Planungsingenieure teilnahmen, wurde über viele technische Details gesprochen. Insgesamt wurde deutlich, dass sich moderne Techniken zur sparsamen und effizienten Energienutzung durchaus auch wirtschaftlich rechnen. Vorausgesetzt, die Planungen liegen in der Hand von ExpertInnen. Jedes Gebäude müsse einzeln betrachtet werden, um die geeignetste Maßnahme herausarbeiten zu können, so Adi Sprinkart. “Die Bevorzugung bestimmter Techniken durch die Politik steht dem manchmal leider im Wege”, sagte der Abgeordnete am Ende des Rundgangs.
Am Abend stellten sich die drei Fraktionskollegen Hartmann, Sprinkart und Gehring den Fragen der Bürgerinnen und Bürger aus Lindenberg. Nach einem Vortrag von Ludwig Hartmann über das künftige Energiesystem in Deutschland, drehten sich die Fragen unter anderem um den wirtschaftlichen Betrieb von Gaskraftwerken. Hintergrund war die zuvor getroffene Entscheidung der Bundesnetzagentur, die beiden Gaskraftwerke Irsching 4 und 5 als unverzichtbare Netzreserve über das Netzentgelt, welches der Endkunde trägt, zu finanzieren.
Ludwig Hartmann stellte dazu fest: “Während sich E.ON mit den bayerischen Atomkraftwerken eine goldene Nase verdient, lässt es sich den Betrieb hochmoderner und für die Energiewende wichtiger Gaskraftwerke von den Bürgerinnen und Bürgern zahlen.” Besonders dreist sei die Aussage der schwarz-gelben Staatsregierung, mit dieser Regeleng einen großen Erfolg erzielt zu haben. Hartmanns Forderung: “Lieber alte und unsichere AKWs abschalten, die nur das Stromnetz verstopfen. Dann werden automatisch auch moderne Gaskraftwerke wieder rentabel.”
Text: Grüne Fraktion Bayern
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