


01.07.2023 –
Am 01.07.2023 fand am Vormittag eine Pleterwald- und Moorwanderung mit Isolde Miller, der Gebietsbetreuerin für diese Region, und Förster Florian Schwarz der Bergwaldoffensive vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten statt. Besondere Gäste waren die Bundesumweltministerin Steffi Lemke, der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring und die Bezirkstagsabgeordnete Barbara Holzmann neben rund 30 interessierten Personen. Bei angenehmen Temperaturen traf man sich in Schnellers, um die wunderbare Landschaft zu erkunden und sich von den Fachleuten informieren zu lassen.
Zunächst ging es um die Plenterwälder, die durch die kleinräumige Bewirtschaftung mit unterschiedlichen Baumarten, Wuchshöhen und -stärken eine ökologisch vielfältige Bewirtschaftungsform darstellen und damit für den Klimawandel gut gewappnet sind. In den Trogener Mooren erwartete die Gruppe eine wiedererstehende Hochmoorlandschaft, die sich ganz langsam (ca. 1 mm pro Jahr) wieder aufbaut und in vielerlei Hinsicht sehr wertvoll ist. Wurde diese Gegend über lange Zeit zum Torfabbau genutzt, so wird sie nun durch die Zusammenarbeit von BUND und Landschaftspflegeverband und mit Unterstützung durch verschiedene Förderformen mit großem Engagement renaturiert. Die damit schon lange betraute Isolde Miller konnte das der Gruppe anhand der noch sichtbaren Maßnahmen mit Stauwerken eindrucksvoll verdeutlichen. Trocken gelegte Moore haben einen erschreckend hohen Anteil an CO2-Emisssionen. Intakte Moore hingegen haben trotz ihrer insgesamt bescheidenen Gesamtfläche auf der Welt eine enorme Kapazität zur Wasser- und CO2-Speicherung und bilden ein wichtiges Habitat für die Artenvielfalt.
Steffi Lemke, die in der Bundesregierung den Umweltschutz ministeriell vertritt, überzeugte mit ihrer authentischen, freundlichen und fachkundigen Haltung. Sie profitierte, wie sie selber sagte, sehr von den eindrücklichen und konkreten Beispielen, wie sich die zu einem wichtigen Anteil auch ehrenamtliche, begeisterte und gut koordinierte Arbeit zur Wiederherstellung dieser Feuchtgebiete vollzieht, mit welchen Problemen die darin Involvierten zu tun haben und wie alle Beteiligten auch daraus lernen und ihre Arbeit immer zielgerichteter umsetzen können.
Alles in Allem kam die Gruppe nach 3 Stunden um viel Information und Eindrücke reicher zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
Harald Tegtmeyer-Metzdorf
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