28.08.2026 –
Die Folgen des extremen Hitzesommers 2026 sind auch in unserer Region am Bodensee und in den Alpen deutlich spürbar. Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesregierung gefordert, den Naturschutz und die Maßnahmen gegen die Erderhitzung endlich als untrennbare Einheit zu begreifen und diese verlässlich zu finanzieren. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis Lindau schließen sich diesen Forderungen vollumfänglich an.
Für uns in Lindau und im Westallgäu ist die Verbindung zwischen dem Bodensee und den Alpen unmittelbar: Was in den Bergen passiert, bestimmt, wie viel Wasser in unserem See landet. Der Sommer 2026 hat uns schmerzhaft gezeigt, dass die Alpen als Frühwarnsystem für uns alle dienen. Wenn die Gletscher schwinden und die natürlichen Wasserspeicher in den Bergen versiegen, spüren wir das direkt bei uns im Landkreis – etwa durch den außergewöhnlich niedrigen Pegelstand des Bodensees, der bereits zu Einschränkungen bei Schifffahrt, Wassersport und einzelnen touristischen Angeboten führt und langfristig auch Fragen der Wasserversorgung aufwirft.
„Klimaschutz ist für uns in Lindau und im Westallgäu kein theoretisches Thema, sondern eine Frage unserer Lebensqualität und Sicherheit“, erklärt Co-Kreissprecher Maximilian Schön. „Wir müssen jetzt handeln, damit unsere Region lebenswert bleibt. Deshalb fordern wir gemeinsam mit dem DAV, dass die Klimaziele für 2030 und 2040 strikt eingehalten werden. Jedes neue Gesetz und jede staatliche Investition muss zudem zwingend darauf geprüft werden, ob sie das Klima schützt oder weiter schädigt.“
Besonders wichtig ist der Schutz von Mooren und Bergwäldern. Diese nehmen das schädliche Treibhausgas aus der Luft auf und speichern es langfristig, sodass es nicht zur weiteren Erhitzung beiträgt. Das passt genau zu unserer Forderung, den Flächenfraß zu stoppen und mehr Raum für eine vielfältige, wilde Natur zu schaffen, die uns besser vor Extremwetter schützt.
Der Kreisverband Lindau fordert die Bundesregierung daher auf, die im Brief des DAV genannten Punkte konsequent umzusetzen:
Gleichzeitig lehnen wir jede Aufweichung des Alpenschutzes ab. Wir wehren uns dagegen, dass Umweltprüfungen gelockert werden, um den Bau von Skipisten oder den massiven Einsatz von Schneekanonen zu erleichtern. Solche Eingriffe in die Natur sind angesichts der Klimakrise verantwortungslos und dürfen nicht unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“ durchgedrückt werden.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Warnungen des DAV ernst zu nehmen. Wir müssen unsere Natur jetzt so stärken, dass sie den kommenden Veränderungen standhalten kann – und das braucht eine Finanzierung, die nicht jedes Jahr neu verhandelt wird.




Kategorie
Wir laden alle Mitglieder herzlich zu unserer Kreisversammlung im Landgasthof Köchlin in Lindau ein.
MehrWir treffen uns zu unserem offenen Monatstreff im Oktober.
Wir freuen uns auf einen offenen und konstruktiven Austausch!
Wir treffen uns zu unserem offenen Monatstreff im November.
Wir freuen uns auf einen offenen und konstruktiven Austausch!
Die Bundesregierung war auf Kabinettsklausur. Auf der Tagesordnung stand die Frage: Wie kommt die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs? Zu [...]
Du interessierst dich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft? Du möchtest neue Perspektiven kennenlernen, dich austauschen und [...]
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern heißt es im Herbst: Wenn Bündnisgrüne in den Landtag einziehen, können wir zusammen mit den [...]