
18.01.19 –
Der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN bedauert sehr, dass für den Landkreis Lindau keine Stelle für Schulsozialarbeit aus dem Programm „Schule öffnet sich“ beantragt wurde. Das Programm ist ein positiver, wenn auch überaus kleiner Schritt in die richtige Richtung. Genau genommen sind 60 Schulsozialarbeiter*innen für 4.220 Schulen eher ein Trippelschritt. Von den 60 Stellen, die für dieses Schuljahr ausgeschrieben waren, konnten bisher lediglich 20 Stellen besetzt werden, für 20 Stellen läuft noch das Bewerbungsverfahren und 20 Stellen konnten überhaupt nicht besetzt werden, so das Ergebnis seiner Anfrage bei der Staatsregierung.
Zudem hätte eine Schule in Lindau wahrscheinlich ohnehin keinen Schulsozialarbeiter*in über das Programm des Kultusministeriums bekommen, da es im Landkreis Lindau bereits Jugendsozialarbeit an Schulen gibt. Die Verteilung der 60 Stellen hängt nämlich nicht nur von der Anzahl der Schüler*innen im jeweiligen Regierungsbezirk sondern auch von der Frage ab, wie gut die jeweiligen Schulen bereits mit Jugendsozialarbeit an Schulen ausgestattet sind.
Landtagsvizepräsident Thomas Gehring ist empört: „Kommunen, die aktiv waren und Schulsozialarbeit als Aufgabe angenommen haben, obwohl eigentlich das Land in der Pflicht gewesen wäre, ausgerechnet diese Kommunen gehen leer aus.“ Unstimmigkeiten zwischen Land und kommunaler Ebene dürfen auf keinen Fall dazu führen, dass der Landkreis Lindau Jugendsozialarbeit nicht weiter ausbauen will und niemand Verantwortung für die Schüler*innen übernimmt.
„Wir brauchen einen mutigen Schritt mit einer klaren, vollständigen Finanzierung von Schulsozialarbeit durch das Land und ein Konzept für multiprofessionelle Teams, die im Lehrerkollegium eingebunden sind“, ist der bildungspolitische Sprecher Thomas Gehring überzeugt.
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